Netzwerke

Wie man das Firmen-WLAN vor unbefugtem Zugriff schützt

2026-03-28 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Grundlegende Sicherheitspraktiken, die jedes Unternehmen mit einem Funknetzwerk umsetzen sollte.

Wie man das Firmen-WLAN vor unbefugtem Zugriff schützt

Das WLAN gehört zu den am häufigsten vernachlässigten IT-Sicherheitselementen in kleinen und mittleren Unternehmen — während der Zugang zum Server oder zur Firmen-E-Mail meist gut abgesichert ist, wird das WLAN-Passwort oft seit Jahren nicht mehr geändert und ist allen bekannt, einschließlich ehemaliger Mitarbeiter. Wir zeigen grundlegende Praktiken, die unabhängig von der Unternehmensgröße umgesetzt werden sollten.

Starke Authentifizierung als Grundlage

Ausgangspunkt ist die Nutzung des aktuell verfügbaren Verschlüsselungsstandards — derzeit WPA3 — sowie ein langes, individuelles Passwort ohne Bezug zum Firmennamen oder zur Adresse. In größeren Organisationen mit hoher Mitarbeiterzahl und Personalfluktuation lohnt sich die Authentifizierung über 802.1X mit einem RADIUS-Server — jeder Mitarbeiter meldet sich dann mit eigenen, individuellen Zugangsdaten an, wodurch sich der Zugang einer bestimmten Person sofort entziehen lässt, ohne das Passwort für das gesamte Unternehmen ändern zu müssen.

Gästenetzwerk und Segmentierung

Besucher, Geschäftspartner und private Geräte der Mitarbeiter sollten niemals in demselben Netzwerk landen wie Server, Netzwerkdrucker oder Gebäudemanagementsysteme. Ein per VLAN abgetrenntes Gästenetzwerk verringert das Risiko, dass ein infiziertes oder schlecht gesichertes Gerät zum Einfallstor für die Unternehmensressourcen wird. Ähnliches gilt für IoT-Geräte — Kameras, Sensoren, AV-Systeme —, die häufig schwächer gesichert sind als Firmencomputer.

Weitere Praktiken, die leicht vergessen werden

  • Regelmäßige Firmware-Updates — Router und Access Points erhalten, ähnlich wie Computer, Sicherheitspatches, die selten automatisch installiert werden.
  • WPS deaktivieren — Die Funktion für die schnelle Geräte-Kopplung ist häufig ein Einfallstor für Angriffe und wird im Unternehmensumfeld in der Regel nicht benötigt.
  • Sendeleistung begrenzen — Ein zu starkes Signal, das weit über das Gebäude hinausreicht, erleichtert Zugriffsversuche von außen, etwa vom Parkplatz aus.
  • Verbundene Geräte überwachen — Eine regelmäßige Prüfung der Liste der Netzwerkclients ermöglicht es, unbekannte oder verdächtige Geräte schnell zu erkennen.
Praxisregel: Das Verstecken des Netzwerknamens (SSID) oder die MAC-Adressfilterung vermitteln nur ein trügerisches Sicherheitsgefühl — beide Methoden lassen sich in wenigen Minuten umgehen und sollten daher starke Verschlüsselung und Netzwerksegmentierung nicht ersetzen.

Zusammenfassung

Die Absicherung des Firmen-WLANs erfordert keine teuren, komplizierten Systeme — in den meisten Fällen genügt die konsequente Anwendung einiger Grundprinzipien: starke Verschlüsselung, Segmentierung des Datenverkehrs und regelmäßige Updates. Die größte Gefahr ist selten ein raffinierter externer Angriff, sondern häufiger eine vernachlässigte Konfiguration, an die seit der Installation niemand mehr gedacht hat.

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